Holzdecken, sowohl aus Holzbalken wie auch aus Massivholzplatten, weisen in der Regel einen ungenügenden Schallschutz auf. Entkopplungen durch weiche Trittschallplatten oder federnde Abhängungen reichen häufig für einen zeitgemäßen Schallschutz nicht aus.
Dies vor allem, weil Entkopplungen vorrangig im hochfrequenten Bereich wirken, die Nutzergeräusche vor allem durch Begehen aber im tieffrequenten Bereich liegen.
Tiefe Frequenzen werden vorrangig durch Masse (Gewicht) verbessert, welches auf der Decke aufgebracht wird.
Zur optimalen Wirkung der Beschwerung muss diese möglichst kleinteilig und elastisch gebunden sein.
Bei elastisch gebundenem Splitt wird nur ca. 50 % der Masse gegenüber erhärtender Bindungen aus zum Beispiel Zement (Beton) benötigt.
Gleichzeitig bietet die mit K102 elastisch gebundene Schüttung eine perfekte Ausgleichsschüttung im Bereich der auf Decke befindlichen Installationen.
Die Verarbeitung ist denkbar einfach. Üblicher Gesteinssplitt wird in einem Estrichmischer / Estrichpumpe gegeben, der Splittbinder K 102 hinzugegeben, gemischt und das Gemisch auf die Decke gefördert und abgezogen. Auf der Decke befindliche Installationen werden damit automatisch ausgeglichen.
Danach kann die Trittschallmatte ungehindert aufgebracht werden sowie anschließend die Gehschicht (Estrich) aufgebracht werden. Das ist alles.
Je nach erforderlichem Schallschutz kann die Dicke und somit die Masse angepasst werden. Die Verbesserungsmaße wurden in Abhängigkeit von den jeweiligen Rohdecken und Fußbodenaufbauten im Zuge eines Forschungsvorhabens ermittelt und betragen bei Holzbalkendecken mit nur 5 cm Schütthöhe, entsprechend 75 kg je qm trocken, ca. 14 bis 20 dB, auf Massivholzdecken ca. 12 dB.
Abb. Verbesserung der Trittschalldämmung (ΔLn,w,Beschwerung) durch Plattenbeschwerung.
a) Plattenbeschwerungen auf offenen Holzbalkendecken mit Trocken- und Zementestrichen.
b) Plattenbeschwerungen auf Brettstapeldecken mit Zementestrichen.
c) Plattenbeschwerungen auf geschlossenen Holzbalkendecken mit Trocken- und Zementestrichen.
d) Schüttungsbeschwerungen auf Brettstapeldecken mit Zementestrichen.
Bei einer Holzbalkendecke, unterseitig mit Gipsplatte an Lattung, darauf 50 mm mit K102 gebundene Schüttung sowie Mineralfasertrittschallschutzmatte und Zementestrich erreicht ohne Schallnebenwege einen Normtrittschallpegel von Lnw nur ca. 41 dB.